Hochbeete für unter 10 €

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Die Grundlage für eure Hochbeete sind diese Mörtelwannen, die es in jedem Baumarkt zu kaufen gibt. Mit etwa 5 € pro Stück schonen sie den Geldbeutel.

Sie sind nicht wahnsinnig hübsch, aber wenn der schwarze Anblick stört, der kann die Ränder mit rankenden Blumen bepflanzen. Besonders geeignet für Mischkulturen mit Gemüse ist Kapuzinerkresse. Die essbaren Blüten sehen nicht nur schön aus, sie halten, neben Kohlgewächsen gepflanzt, auch Schädlinge von diesem ab.

Außerdem ziehen sie Insekten an, die unsere Gemüsepflanzen befruchten.

Für unbegabte Selbermacher!

Zugegebenermaßen sind das vermutlich nicht die schönsten Hochbeete, die die Welt je gesehen hat, aber sie erfüllen ihren Zweck. Einen Großteil unseres Gemüses wird auf dem freien Feld angebaut, aber leider gab es dort im letzten Jahr auch eine Menge Maisfelder, die unsere Tomatenpflanzen langfristig geschädigt haben, also mussten diese notgedrungen in den Garten umziehen. Dort ist aber nicht so viel Platz. Deshalb haben wir uns etwas einfallen lassen und bauen unser Gemüse nun in großen Containern an, die genauso funktionieren wie die klassischen Hochbeete aus Holz. Gefunden haben wir unsere Container im Baumarkt - das sind nämlich Mörtelwannen. Wir haben unten kleine Löcher reingebohrt, damit sich keine Staunässe bildet und dann alles dreischichtig gefüllt. Da unser Beet unten geschlossen ist, brauchen wir keinen Schutz gegen Wühlmäuse, wir können uns also eine Schicht im Container sparen. Grundsätzlich wird von grob nach fein gefüllt - das heißt die gröbsten Materialien liegen ganz unten.

Für die erste Schicht empfehlen wir grobe Holzspäne oder Häkselgut, die den Container zu etwa einem Drittel füllen sollen. Wir haben das im Gartenmarkt fertig gekauft, es klappt aber auch, wenn Reisig mit der Gartenschere entsprechend gekürzt und eingefüllt wird. Diese Schicht sorgt für eine ausreichende Belüftung nach unten hin und vermeidet, dass sich im unteren Teil des Containers Nässe bildet.

Wer eine sehr grobe erste Schicht hat, der kann jetzt Stroh oder Grasschnitt einfüllen, um ein allzu schnelles durchrieseln der Erse zu verhindern.

Wir nutzen als nächste Schicht eine große Portion eigenen Kompost und ein wenig Mutterboden. Wer keinen hat, der kann diesen fertig kaufen. Diese Schicht sollte etwa ein weiteres Drittel des Containers ausfüllen. Wichtig ist, dass sich keine Fleisch- oder Fischreste im Kompost befinden. Eierschalen sind allerdings sehr willkommen.

Die dritte und letzte Schicht bildet bei uns Anzuchterde aus dem Gartenmarkt. Sie sollte sehr fein und hochwertig sein. Günstige Erde ist häufig mit Styropor vermischt und kann die Wurzeln der Pflanzen beschädigen.

Wir haben uns, aus der Not heraus, dazu entschieden Tomaten anzupflanzen, außerdem Auberginen, ein paar Gurken und ein wenig Salat. Da jede Pflanzensorte andere Nährstoffe aus der Erde zieht, solltet ihr im nächsten Jahr die Fruchtfolge wechseln. Am Besten beginnt ihr mit Starkzehrern wie zum Beispiel Zucchini, Tomaten, Gurken und Kohlpflanzen. Nach 2-3 Jahren sollte dann zu den mittel zehrenden Pflanzen wie zum Beispiel Salat, Spinat, Karotte und Lauch gewechselt werden. Nach weiteren 2 Jahren kommen dann die Schwachzehrer. Hier könnt ihr Radieschen, Portulak oder Feldsalat pflanzen.

Sinkt euer Hochbett ab, dann füllt oben wieder frische Erde nach. Seid ihr einmal mit dem ganzen Zyklus durch, solltet ihr das Hochbeet mit Gründungung bepflanzen und es mindestens ein Jahr ruhen lassen. Alternativ könnt ihr auch den Inhalt entsorgen und die Container neu befüllen.

hochbeet

Wir haben diese Holzhäksel im Gartenmarkt fertig gekauft. Zusätzlich haben wir noch ein bisschen Reisig dazu geschnitten, weil wir diesen übrig hatten. Da sie nicht sehr grob sind haben wir auf eine Grasschnitt-Schicht verzichtet und sofort mit der Kompost-Schicht weiter gemacht.

 

Sind alle Schichten im Container könnt ihr eure Hochbeete bepflanzen wie ihr möchtet.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Gärtnern und viel leckeres Gemüse!

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